Klimafolgenanpassung: Workshop für Kommunen

16.02.2026

Klimafolgenanpassung – das ist ein Thema, mit dem sich seit 2025 Caroline Meder als Klimaanpassungsmanagerin beim Landkreis Prignitz beschäftigt. Im Unterschied zu Klimaschutz geht es bei Klimafolgenanpassung um den Umgang mit den Klimafolgen, die bereits eingetreten sind – wie Trockenheit, Hitze, Sturm und Starkregen.

Caroline Meder bei der Arbeit. Foto: Bernd Atzenroth / Landkreis Prignitzzoom

Hierfür leistet Caroline Meder jetzt bis September 2027 konzeptionelle Arbeit. Und dies mit einer Prignitzer Besonderheit: Denn sie möchte das Thema in die Dörfer tragen und die ländliche Bevölkerung dabei mitnehmen. Tatsächlich gibt es ansonsten noch irgendwo sonst einen Ansatz dafür – insofern leistet man hier in der Prignitz in den kommenden Monaten Pionierarbeit. Das Thema soll möglichst weit für jede Kommune spezifiziert werden. Auch wird geschaut, ob es in den Kommunen bereits Maßnahmen gibt, die schon umgesetzt sind – oder solche, die vorbereitet sind, aber noch nicht umgesetzt werden konnten. Diese können jetzt unter dem Titel  Klimaanpassung einen Schub bekommen.

Am Donnerstag, 12. Februar 2026, gab es nun eine eintägige Auftaktveranstaltung mit Vertretern aller elf Städte, Ämter und Gemeinden im Landkreis Prignitz. Den Beratungsworkshop in Lenzen gestalteten Nele Meyer und Simone Podschun vom Zentrums KlimaAnpassung (ZKA) gemeinsam mit Caroline Meder. Titel: „ZKA vor Ort –Anpassungsworkshop“.

Hierbei ging es zunächst um eine Situationsbeschreibung der Klimafolgenanpassung im ländlichen Raum, bevor es dann schon sehr konkret wurde. Man beschäftigte sich damit, wo bereits Schäden durch Klimawandel eingetreten sind und welche konkreten Projekte möglich sind, um damit umzugehen.

Ein vorstellbares Projekt wäre Schulhofbegrünung und die Anlage naturnaher Schulhöfe. Hierfür engagiert man sich zum Beispiel bei der Kleinen Grundschule in Kleinow. Vorstellbar sind auch Vorhaben, um mit den Folge des Starkregens umzugehen. Als Beispiel genannt wurde hier der Stern in Wittenberge, der bei Starkregen schnell überschwemmt ist.

Auch dies zeigt einen Unterschied von Klimaanpassung und Klimaschutz: Bei Klimafolgenanpassung verlässt man schnell die Theorie und geht in die praktische Umsetzung. Natürlich diente das ganztägige Treffen auch dazu, Kontakte zu knüpfen und sich zu vernetzen  sowie die Zusammenarbeit zwischen Landkreis und angehörigen Kommunen in diesen Fragen zu stärken.

Finanziert wird die Arbeit von Caroline Meder über Bundesmittel. Gesetzliche Grundlage ist das Klimafolgenanpassungsgesetz.

Vertreterinnen und Vertreter aller Städte, Gemeinden und Ämter im Landkreis kamen am Donnerstag zum Beratungsworkshop und gegenseitigen Austausch nach Lenzen. Fotos: Landkreis Prignitz
Vertreterinnen und Vertreter aller Städte, Gemeinden und Ämter im Landkreis kamen am Donnerstag zum Beratungsworkshop und gegenseitigen Austausch nach Lenzen. Fotos: Landkreis Prignitz

© Landkreis Prignitz 


Berliner Str. 49 -  19348 Perleberg -  Telefon: 03876 - 713-0  -   Fax: 03876 - 713-214
Seitenmotiv